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    Ausflug zur Ausstellung „Boden für alle“ im Museumsquartier

    Das Museumsquartier ist ein besonderer Ort für mich als Stadtpsychologin. Sind doch Erinnerungen damit verbunden, die bis zur Anfangszeit der 2000er Jahre zurückreichen. Bevor alles losging, war das Museumsquartier ein verschlafener Ort, wo Menschen noch zu ganz niederen Zinspreisen wohnen konnten. Was gibt es Besseres als in der Innenstadt, in einem architektonisch historischen Gebäude zu wohnen und noch dazu nicht gestört zu werden? Diese Idylle änderte sich, als die Betreiber des Museumsquartiers begannen, das Areal zu beleben und Gastronomen in die Gebäude einzogen. Das plötzliche Leben überraschte die Bewohner*innen, die sich an die Ruhe gewöhnt hatten und es begann der organisierte Widerstand gegen Lärm, laute junge Menschen und die Gastronomie.…

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    Alle Macht den Städten?

    Die Leuphana Universität in Lüneburg veranstaltete vom 23. bis zum 26. Februar 2021 eine spannende Konferenzwoche. Die STADTpsychologie wurde von den Studierenden zu einem interaktiven Diskurs eingeladen. Die erste digitale Konferenzwoche der Leuphana Universität lud zu drei großen Programmpunkten ein: zur studentischen Konferenz, ins Utopie-Studio und zum Zukunftsstadt-Magazin.  Die Konferenzwoche stellte in der Pandemie die Machtfrage: Wie wäre es, Städte und Gemeinden mit größerer demokratischer Handlungsmacht auszustatten – mit mehr Befugnissen und Ressourcen? Mehr Verständigung und Entscheidung vor Ort in den Kommunen könnte die Selbstwirksamkeit der Bürger*innen stärken und die demokratische Kreativität herausfordern. Wie könnten Städte mit mehr Handlungsmacht aussehen? Wer wäre bereit, Macht abzugeben – die Landtage, der Bundestag?…

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    Die Menschen möchten Platz haben

    In der Wochenendausgabe des Berliner Tagesspiegels vom 7. Februar 2021 wurde die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak zur Frage interviewt, ob es auch positive Aspekte der Covid-Krise für Innenstädte gibt. Marie Rövekamp hat die Antworten folgendermaßen zusammengefasst: „Aus der Psychologie wissen wir, was den Menschen in der Stadt grundsätzlich gut tut: viel Grün, mit Bäumen, Sträuchern – und Wasser. Das kann ein Fluss sein oder auch ein Springbrunnen. Beides schafft eine erholsame Umgebung. Auch wenn Einkaufen zur Innenstadt gehört, sind konsumfreie Zonen wichtig. Nicht zuletzt die Coronakrise zeigt doch, dass man sich im öffentlichen Raum bewegen will. Platz haben möchte. Es sollte dort möglich sein, ganz viel zu Fuß zu gehen. Die Stadt…

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    Wie passen Jugendstil und Toilette zusammen?

    Wie passen Jugendstil und Toilette zusammen? Ein Beitrag von w24 zeigt die schönste Jugendstil-Toilette Wiens und übrigens auch die erste öffentliche Toilette von Wien. Die Ansichten der Stadtpsychologin finden sich in den letzten drei Minuten des sehenswerten Beitrags. >> Beitrag hier ansehen

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    Die Stadt zeigt genau jetzt ihr Potenzial

    Alexander Gutzmer von „metroscope – Stadt von Morgen“ interviewte die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak für die Ausgabe #24: Traumatisiert Corona die Städte, erschienen am 28. Jänner 2021. Anbei ein Auszug aus dem Interview: Frau Ehmayer-Rosinak, Sie sitzen in Wien. Wie stark ist die Stadt Wien von Corona gebeutelt? Nicht stärker als andere Städte. Man hat hier aber den Eindruck, die Bundesregierung würde gegen das „rote Wien“ ankämpfen. Als wenn die Stadt per se ein Treiber von Corona wäre. Eine Wahrnehmung, die womöglich daher rührt, dass Städte immer auch etwas „Widerständiges“ haben. Und dies ist auch in ihrer kollektiven Psychologie verankert. Genau deshalb sprechen wir. Gibt es denn überhaupt so etwas wie eine…

  • Team

    Mitarbeiter_innen

    Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Engagement und mit ihrem Einsatz zum Erfolg der STADTpsychologie beigetragen haben. Ganz besonders danke ich:   DI Barbara Brosenbauer Mag. Helena Köfler Mag. Tanja Gerlich Mag. Gerald Wurmauer Mag. Michael Friedberg Mag. Kristina Hietzgern DI Lena Mally Mag. Tamara Rubey Mag. Susanne Kaiser Mag. Lisa Gebhardt

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    Trauerarbeit im öffentlichen Raum

    Der Gedanke, über Trauerarbeit im öffentlichen Raum zu schreiben, beschäftigt mich schon seit sehr langer Zeit. Jetzt ist ein trauriger Anlass dazugekommen: Der Terroranschlag, der Anfang November 2020 in der Wiener Innenstadt vier unschuldigen Menschen und dem Täter das Leben gekostet hat. Eigentlich hatte ich mit dem Thema „Trauerarbeit“ etwas ganz anderes im Sinn. Nämlich darüber zu schreiben, dass zu wenig Trauerarbeit im öffentlichen Raum stattfindet, wenn ein größeres Stadtentwicklungsprojekt verhindert wurde. Je nachdem, welche Seite „verloren“ hat – entweder die Bevölkerung oder die Politik – bleibt bei den beteiligten Personen sehr oft eine seelische Narbe zurück. Wut und Trauer über den Verlust werden fast nie als kollektives Ereignis gemeinsam…

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    STADTpsychologie im OE1 Radiokolleg „9x Österreich – Erkundigungen“

    Von November 2020 bis Anfang 2023  werden die neun Bundesländer in den Fokus von insgesamt neun Radiokolleg-Spezialsendungen gerückt. Die Stadtpsychologin und Sozialforscherin Cornelia Ehmayer-Rosinak begleitet diesen Zyklus und beschäftigt sich mit der Identität des jeweiligen Bundeslandes. Den Anfang macht das mit seinen über 19.000km2 flächenmäßig größte Bundesland – Niederösterreich. Wo liegt das Steinfeld und warum hört man selten, dass sich Leute aus der Gegend als Industrieviertler oder Steinfelderinnen bezeichnen? Und gibt es die typischen Niederösterreicher*innen und falls ja, wie sehe er oder sie aus? Es gibt viel Details über die vier niederösterreichischen Viertel zu erfahren und vielleicht auch solche Dinge, die Sie bisher nicht wußten, also einfach reinhören, 7 Tage ist…

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    Sind Sie auch ein „Zuagraster“?

    Falls Sie es nicht wissen sollten, der sogenannte „Zuagraste“ kommt aus den Bundesländern und steht im Gegensatz zum „echten Wiener“, der jedenfalls in Wien geboren sein muss. Typische Wiener Eigenschaften wie das „Raunzen“ oder das „Granteln“ können Sie sich aber natürlich auch als freundliche Landbewohner im Laufe der Zeit durchaus aneignen. Karin Schuh von der Tageszeitung „die Presse“ hat sich mit dem Phänomen der Zuwanderer aus den Bundesländern beschäftigt und dazu fundiert recherchiert. So erfahren wir aus dem Artikel, das nur 47% der WienerInnen auch in Wien geboren sind und jede/r sechste aus einem Bundesland kommt. Die meisten übrigens aus Niederösterreich. Als Stadtpsychologin wurde ich nach den Gründen für einen Wechsel…

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    Gastbeitrag Petra Jens: „Cool ist, was verändert“

    Es ist ein warmer Septembervormittag. Wir sitzen an einem gedeckten Kaffeetisch, die Anrainerinnen und Anrainer, die Vizebürgermeisterin und ihr Team. Gruppen von Kindergartenkindern ziehen vorbei – ihr Ziel ist der kleine Park um die Ecke, auf dem es vor lauter Kindern nur so wuselt. Wir befinden uns in einer schattigen Nebenfahrbahn der Börsegasse im ersten Bezirk, einer von 18 temporären Coolen Straßen. Kurz vor Ende des Sommers diskutieren wir hier mit Anfangs sehr kritischen Bürgerinnen und Bürgern die Coole Straße. >> Video: Coole Straße Im Sommer 2020 durften hier für drei Monate Autos weder fahren noch parken. Stattdessen gab es dort Sitzbänke, eine Sprühnebeldusche und einen betreuten Container mit Spielsachen…