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    Nachlese zum 2. Meidlinger Klima-Grätzl Symposium

    Was Initiativen wie „MEI MEIDLING“ so besonders macht? Sie fördern Partizipation schon ab der Entwicklung und Planung. Alle wichtigen Gruppen werden einbezogen: Politik, Verwaltung, Anrainer*innen, Geschäftstreibende, Expert*innen. Unterschiedlichsten Meinungen und Bedürfnissen wird Raum gegeben und zusammen an einem gemeinsamen Ziel – der Verbesserung der eigenen Wohnumgebung – gearbeitet. Das Miteinander führt nicht nur zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen, sondern stärkt auch das positive Klima im Grätzl und hebt damit seinen Wert. Auf Initiative von Sigrid Mayer wurde das Grätzlprojekt „MEI MEIDLING“ gegründet. Nach einem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr, fand heuer im August das 2. Meidlinger Klima-Grätzl Symposium statt. In Kooperation mit den Marktstandler*innen und vielen freiwilligen Helfer*innen wurden…

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    Vom Säen und vom Ernten – der psychologische Wert von Gemeinschaftsgärten

    Die Nachfrage nach urbanem Garteln in Wien boomt, egal ob es um das Begrünen von Baumscheiben geht oder dem Bepflanzen von einem Stück Stadterde. Angebote zum selber anbauen, pflegen und ernten sind für diejenigen, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben ideal, um ein Stück Natur in der bebauten Stadt zu erleben – und sich damit die Stadt auf eine besonders gesunde Art und Weise anzueignen. Worin besteht der Wert des „gemeinsamen Gartelns“? Dieser Frage widmeten sich die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak und ihre Kollegin bereits in den 90er Jahren, indem sie den psychologischen Nutzen von Selbsternte-Projekten erforschten. Bei der „Selbsternte“ bewirtschaften Landwirte Flächen auf biologische Weise und bieten Interessierten die Möglichkeit…

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    Hitze und Lärm – eine zunehmende Herausforderung für die Stadtgesellschaft

    Der Juli neigt sich seinem Ende zu und noch immer sagt die Wetterprognose: „schwül und gewitteranfällig“. Höchstwerte: 23 bis 31 Grad. Die Hitze zieht die Menschen nach draußen, in Innenhöfe, Parks, Cafés und Bars. Warum das auch ohne Corona schon eine Herausforderung für das friedliche Zusammenleben sein kann, erklärt die STADTpsychologie. Wärme steigert das Wohlbefinden, Hitze lässt es wieder sinken Im Sommer verbringen die Menschen ihre Zeit gerne in Freien, was sich positiv auf Gesundheit und Psyche auswirkt. Der Besuch grüner Parks steigert das Wohlbefinden und Sonnenlicht füllt den Vitamin-D-Bedarf. Doch wird es zu heiß, sinkt das Wohlbefinden, weil die körpereigenen Reaktionen auf Hitze, z.B. erhöhte Durchblutung und gesteigerter Energieverbrauch…

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    Das „WESEN STEIERMARK“

    Die STADTpsychologie betrachtet Städte als Wesen, aber was spricht dagegen auch ein ganzes Bundesland als Wesen zu sehen? Im Rahmen des OE1 Radiokollegs „9x Österreich – Erkundigungen“ wird in Abständen von drei Monaten, jeweils ein anderes Bundesland ergründet. Während das Ö1-Team journalistisch unterwegs war, interviewten wir Steirerinnen und Steirer mit dafür eigens entwickelten Forschungsfragen. Einige Personen wurden persönlich interviewt, andere wiederum haben ihre Meinung schriftlich übermittelt. Es wurde kein Anspruch auf Vollständigkeit und auch nicht auf Repräsentativität gestellt. Die ausgewählten Personen haben sich auf ihre persönliche Art und Weise intensiv mit der Steiermark auseinander gesetzt, beruflich wie privat. Die Mehrheit ist in der Steiermark geboren, manche haben ihr ganzes Leben…

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    Das Wesen „Urban-Loritz-Platz“

    Zwischen Sonnenschein, Wind und Regentropfen begibt sich ein stadtpsychologisches Forscherteam an einem Ort, der grundsätzlich nicht zum Verweilen einlädt: den Urban-Loritz-Platz. Um herauszufinden, was sein Wesen ausmacht, setzen sie sich auf die Stiegen, die zur Hauptbibliothek führen und blicken auf den Platz. Geleitet von der Methode des Empirischen Stadtspaziergangs beginnen sie, sich auf ihn einzulassen. Wo sind Orientierungspunkte? Wo sind die Ausgänge, wo die Eingänge? Eigentlich ist nicht klar, wo der Urban-Loritz-Platz beginnt und wo er aufhört. Wie groß ist er wirklich? Besteht er nur aus der Mittelzone oder gehört auch der parkartige Grünbereich Richtung Westbahnstraße dazu? Umgestiegen ist beinahe jeder schon einmal hier, mit dem Auto oder mit dem…

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    STADTpsychologie im OE1 Radiokolleg „9x Österreich – Steiermark“

    Seit November 2020 werden alle drei Monate die neun Bundesländer in den Fokus von insgesamt neun Radiokolleg-Spezialsendungen gerückt. Die Stadtpsychologin und Sozialforscherin Cornelia Ehmayer-Rosinak begleitet diesen Zyklus und beschäftigt sich mit der Identität des jeweiligen Bundeslandes. Nach Niederösterreich und Oberösterreich macht sich das Team des Radiokollegs in der dritten Staffel der Bundesländer-Serie also auf den Weg in und durch die Steiermark: neben Musik vom Schladminger Paul Plut, den Wurzeln der neuen Volksmusik bis zur kreativen Jazzszene von Graz oder der vielseitigen Performancekunst von Kerosin95 wird das Regionale in den Vordergrund gerückt. Und natürlich werden auch diesmal wieder akustische Bodenproben gesammelt. Das südbairische Idiom mit dem markanten l, den freudvoll ausgedehnten…

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    Schade, es wäre so schön gewesen – Tagung Architekturpsychologie in Weimar

    Weimar, was für ein geschichtsträchtiger Ort – bekannt durch Goethe, Schiller und natürlich die Weimarer Republik. Das wäre schon eine Reise wert gewesen. So gesehen, habe ich mich sehr gefreut, als Referentin für die Tagung der Fachgesellschaft für Architekturpsychologie, am 24. April 2021, eingeladen zu werden. Ein fachlicher Austausch unter Kolleg*innen findet ja für mich selten statt und deshalb sind Tagungen immer auch Orte der Inspiration. So und jetzt wieder alles retour, Corona hat uns wie schon so oft im letzten Jahr, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun heißt es auf der Website: „Die Tagung findet Corona bedingt als ONLINE Veranstaltung statt.“ Auch im online Format wird es die…

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    Ausflug zur Ausstellung „Boden für alle“ im Museumsquartier

    Das Museumsquartier ist ein besonderer Ort für mich als Stadtpsychologin. Sind doch Erinnerungen damit verbunden, die bis zur Anfangszeit der 2000er Jahre zurückreichen. Bevor alles losging, war das Museumsquartier ein verschlafener Ort, wo Menschen noch zu ganz niederen Zinspreisen wohnen konnten. Was gibt es Besseres als in der Innenstadt, in einem architektonisch historischen Gebäude zu wohnen und noch dazu nicht gestört zu werden? Diese Idylle änderte sich, als die Betreiber des Museumsquartiers begannen, das Areal zu beleben und Gastronomen in die Gebäude einzogen. Das plötzliche Leben überraschte die Bewohner*innen, die sich an die Ruhe gewöhnt hatten und es begann der organisierte Widerstand gegen Lärm, laute junge Menschen und die Gastronomie.…

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    Alle Macht den Städten?

    Die Leuphana Universität in Lüneburg veranstaltete vom 23. bis zum 26. Februar 2021 eine spannende Konferenzwoche. Die STADTpsychologie wurde von den Studierenden zu einem interaktiven Diskurs eingeladen. Die erste digitale Konferenzwoche der Leuphana Universität lud zu drei großen Programmpunkten ein: zur studentischen Konferenz, ins Utopie-Studio und zum Zukunftsstadt-Magazin.  Die Konferenzwoche stellte in der Pandemie die Machtfrage: Wie wäre es, Städte und Gemeinden mit größerer demokratischer Handlungsmacht auszustatten – mit mehr Befugnissen und Ressourcen? Mehr Verständigung und Entscheidung vor Ort in den Kommunen könnte die Selbstwirksamkeit der Bürger*innen stärken und die demokratische Kreativität herausfordern. Wie könnten Städte mit mehr Handlungsmacht aussehen? Wer wäre bereit, Macht abzugeben – die Landtage, der Bundestag?…