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    Nachlese zum 2. Meidlinger Klima-Grätzl Symposium

    Was Initiativen wie „MEI MEIDLING“ so besonders macht? Sie fördern Partizipation schon ab der Entwicklung und Planung. Alle wichtigen Gruppen werden einbezogen: Politik, Verwaltung, Anrainer*innen, Geschäftstreibende, Expert*innen. Unterschiedlichsten Meinungen und Bedürfnissen wird Raum gegeben und zusammen an einem gemeinsamen Ziel – der Verbesserung der eigenen Wohnumgebung – gearbeitet. Das Miteinander führt nicht nur zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen, sondern stärkt auch das positive Klima im Grätzl und hebt damit seinen Wert. Auf Initiative von Sigrid Mayer wurde das Grätzlprojekt „MEI MEIDLING“ gegründet. Nach einem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr, fand heuer im August das 2. Meidlinger Klima-Grätzl Symposium statt. In Kooperation mit den Marktstandler*innen und vielen freiwilligen Helfer*innen wurden…

  • gießampel auf zaun
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    Vom Säen und vom Ernten – der psychologische Wert von Gemeinschaftsgärten

    Die Nachfrage nach urbanem Garteln in Wien boomt, egal ob es um das Begrünen von Baumscheiben geht oder dem Bepflanzen von einem Stück Stadterde. Angebote zum selber anbauen, pflegen und ernten sind für diejenigen, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben ideal, um ein Stück Natur in der bebauten Stadt zu erleben – und sich damit die Stadt auf eine besonders gesunde Art und Weise anzueignen. Worin besteht der Wert des „gemeinsamen Gartelns“? Dieser Frage widmeten sich die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak und ihre Kollegin bereits in den 90er Jahren, indem sie den psychologischen Nutzen von Selbsternte-Projekten erforschten. Bei der „Selbsternte“ bewirtschaften Landwirte Flächen auf biologische Weise und bieten Interessierten die Möglichkeit…

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    Alle Macht den Städten?

    Die Leuphana Universität in Lüneburg veranstaltete vom 23. bis zum 26. Februar 2021 eine spannende Konferenzwoche. Die STADTpsychologie wurde von den Studierenden zu einem interaktiven Diskurs eingeladen. Die erste digitale Konferenzwoche der Leuphana Universität lud zu drei großen Programmpunkten ein: zur studentischen Konferenz, ins Utopie-Studio und zum Zukunftsstadt-Magazin.  Die Konferenzwoche stellte in der Pandemie die Machtfrage: Wie wäre es, Städte und Gemeinden mit größerer demokratischer Handlungsmacht auszustatten – mit mehr Befugnissen und Ressourcen? Mehr Verständigung und Entscheidung vor Ort in den Kommunen könnte die Selbstwirksamkeit der Bürger*innen stärken und die demokratische Kreativität herausfordern. Wie könnten Städte mit mehr Handlungsmacht aussehen? Wer wäre bereit, Macht abzugeben – die Landtage, der Bundestag?…

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    Die Menschen möchten Platz haben

    In der Wochenendausgabe des Berliner Tagesspiegels vom 7. Februar 2021 wurde die Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak zur Frage interviewt, ob es auch positive Aspekte der Covid-Krise für Innenstädte gibt. Marie Rövekamp hat die Antworten folgendermaßen zusammengefasst: „Aus der Psychologie wissen wir, was den Menschen in der Stadt grundsätzlich gut tut: viel Grün, mit Bäumen, Sträuchern – und Wasser. Das kann ein Fluss sein oder auch ein Springbrunnen. Beides schafft eine erholsame Umgebung. Auch wenn Einkaufen zur Innenstadt gehört, sind konsumfreie Zonen wichtig. Nicht zuletzt die Coronakrise zeigt doch, dass man sich im öffentlichen Raum bewegen will. Platz haben möchte. Es sollte dort möglich sein, ganz viel zu Fuß zu gehen. Die Stadt…

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    Trauerarbeit im öffentlichen Raum

    Der Gedanke, über Trauerarbeit im öffentlichen Raum zu schreiben, beschäftigt mich schon seit sehr langer Zeit. Jetzt ist ein trauriger Anlass dazugekommen: Der Terroranschlag, der Anfang November 2020 in der Wiener Innenstadt vier unschuldigen Menschen und dem Täter das Leben gekostet hat. Eigentlich hatte ich mit dem Thema „Trauerarbeit“ etwas ganz anderes im Sinn. Nämlich darüber zu schreiben, dass zu wenig Trauerarbeit im öffentlichen Raum stattfindet, wenn ein größeres Stadtentwicklungsprojekt verhindert wurde. Je nachdem, welche Seite „verloren“ hat – entweder die Bevölkerung oder die Politik – bleibt bei den beteiligten Personen sehr oft eine seelische Narbe zurück. Wut und Trauer über den Verlust werden fast nie als kollektives Ereignis gemeinsam…

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    Nachlese: Dialog zum „Liquid Public Space“ Donaukanal

    Der Schwimmverein Donaukanal hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine traditionsreiche Kultur – das Schwimmen im Donaukanal – wieder aufleben zu lassen. Am 30. Juli 2020 war die STADTpsychologie eingeladen, über den „flüssigen“ öffentlichen Raum, restorative Environments und natürlich über die Beziehungen zum Donaukanal zu sprechen. Jeden Donnerstag im Juli 2020 gestaltete das Team rund um Amelie Schlemmer, Ana Mumzlade, Amanda Sperger und Fabian Ritzi vom Studio of Social Design der Angewandten, ein ambitioniertes Programm und lud verschiedenste Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Schwimmpraxis zu Schwimmgesprächen. Gemeinsam mit der Urbanistin Christine Schraml war die STADTpsychologie Teil des dialogorientierten Schwimmgesprächs. Vom aktuellen „Aneignen“ des rund 850.000 m2 großen „Liquid…

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    Der Canaletto-Blick und das Heumarkt-Projekt

    Rund 10 Jahre sind vergangen, seitdem die Entwicklung der beiden Liegenschaften „Wiener Eislaufverein“ und „Hotel InterContinental“ in die Aufmerksamkeit der Wiener Stadtbevölkerung rückte. Beide Institutionen sind aufgrund ihrer langen Tradition stark im Bewusstsein der Wiener Bevölkerung verankert. Die Projektbetreiber wünschten von Beginn an einen intensive Kommunikation mit der umliegenden Nachbarschaft und der interessierten Öffentlichkeit. Mit dieser Aufgabe wurde die STADTpsychologie in der Anfangsphase betraut. Um eine bestmögliche Kommunikation mit den interessierten und betroffenen Personen zu gewährleisten, wurde eine spezielle Vorgehensweise für dieses sensible Projekt entwickelt – die DIALOG_Ausstellung. Bei der DIALOG_Ausstellung konnten sich die Besucherinnen und Besucher persönlich über den aktuellen Projektfortschritt eine ganze Woche lang informieren. Ebenso war es…

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    Fairness Zone Donaukanal – immer noch für ein Thema gut

    Es ist sehr erfreulich, dass Projekte der STADTpsychologie immer noch wert sind darüber zu berichten. Gerade ist in der Zeitschrift „der Standard“ ein sehr kulinarischer Artikel über die „Fairness Zone Donaukanal“ erschienen. Ein paar Worte der Stadtpsychologin sind im Artikel von  Manfred Rebhandl ebenfalls nachzulesen. Zum Nachlesen: Wie alles begann … Die STADTpsychologie wurde von der Donaukanal-Koordination beauftragt, ein umsetzbares Konzept für mehr Fairness am Donaukanal zu erstellen – so entstand die Fairness Zone Donaukanal: Blaue Markierungen wurden an zentralen Orten angebracht, der Donaukanal mit verschiedenen Aktionen für alle Altersgruppen bespielt und der direkte Dialog mit den Nutzerinnen und Nutzern des Donaukanals gesucht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STADTpsychologie waren als DIALOGpartner_innen am…

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    20 Jahre – Lokale Agenda 21 in Wien

    Was vor 20 Jahren als bezirksbezogenes Projekt begann, war so erfolgreich, dass es sich bald auf ganz Wien ausdehnte: das Pilotprojekt "Lokale Agenda 21 - Alsergrund". Es verband umwelt- und gemeindepsychologische Konzepte mit einer innovativen partizipativen Vorgehensweise. 

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    Architektur im Mittelpunkt – die Stadt muss auf die Couch

    Beziehungsstress, Konflikte, Streitfragen – auch in der urbanen Seele brodelt es, sagt Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer. Ein Gespräch beim Marktbesuch und im Wiener Kaffeehaus – wo sonst? – über die schönen Cityseiten, Ängste, Vorder- und Hintergründiges. Über das Fremdsein und das Daheimsein. Das Interview führte Chefredakteur Rudolf Grüner im Jahrbuch für Stadtentwicklung, Architektur und Immobilienwirtschaft. Das Interview zum Nachlesen Fotocredit: Jonathan Pielmayer