CoronaVirus und StadtTrauma

Das Coronavirus stellt die Stadt und ihre Menschen vor große soziale und psychologische Herausforderungen. Barrieren werden aufgebaut, das tägliche Leben ist nicht mehr so wie es war, die sozialen Kontakte sind auf ein Minimum beschränkt. Im öffentlichen Raum zeigt sich dies durch gesperrte Spielplätze und leere Straßen. In den Wohnungen der Familien nimmt die soziale Dichte zu – alle müssen miteinander zurecht kommen.

Die massive Einschränkung des eigenen Lebens kommt einer traumatischen Erfahrung sehr nahe, weil es viele Menschen ganz existenziell betrifft. Aber wie werden die Menschen und wie werden die Städte damit umgehen, wenn alles vorbei ist? Was geschieht mit der traumatischen Erfahrung, die uns das Corona-Virus beschert hat? Die wahrscheinlichste Variante ist das „Verdrängen“. Verdrängen ist ein Mechanismus unserer Seele, der uns hilft negative Erlebnisse zu überwinden. Über eine schlechte Erfahrung wird gerne geredet, ein Trauma wird normalerweise verdrängt. Das hilft uns zu überleben. Und so werden wir in ein paar Monaten gerne in unser „altes“ Leben zurückkehren. Ob sich die Stadt dann wirklich nachhaltig verändert haben wird? Wir werden sehen.

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