Projekte

Fairnesszone Alsergrund – Aktionen zu mehr Fairness kommen gut an!


Der Donaukanal ist eine stark genutzte Erholungszone im Herzen Wiens, in der unterschiedliche Bedürfnisse auf engem Raum aufeinandertreffen und es immer wieder zu Mobilitätskonflikten kommt. Die STADTpsychologie wurde mit der Organisation und Umsetzung der Fairnesswochen beauftragt, um zwischen den Nutzer*innengruppen zu vermitteln und mehr Fairness im Miteinander zu fördern. Die Evaluierung der Maßnahmen bildete die Grundlage für einen Leitfaden zur wienweiten Umsetzung weiterer Fairnesszonen und Fairnesswochen.

 

How to: Fairnesswochen

Die STADTpsychologie verantwortete die Konzeption, Umsetzung, Evaluation und mediale Begleitung der Fairnesswochen. Von Beginn an wurden zentrale Akteur*innen entlang des Donaukanals eingebunden und ein breites Netzwerk an Kooperationspartner*innen aufgebaut, darunter die Gebietsbetreuung Stadterneuerung für die Bezirke 7, 8, 9, 16, 17, 18, das Grätzllabor Alsergrund, die Competent Rebel Aktionen des Kinderbüros der Universität Wien, Schulen, Jugendeinrichtungen sowie Initiativen aus Sport, Kultur und Zivilgesellschaft. Gemeinsam mit der Mobilitätsagentur Wien entstand so ein vielfältiges Programm, das im Mai und September 2025 in den Fairnesszonen am Alsergrunder Donaukanal umgesetzt wurde.

 

Dialogparnter*innen unterwegs

Die Dialogpartner*innen der STADTpsychologie begleiteten die Fairnesswochen mit Interviews, Informationen zu den Fairnesszonen und einem offenen Ohr für die Anliegen aller Donaukanalnutzer*innen. So konnten im Mai 60 Interviews und im September 28 Interviews mit den Nutzer*innengruppen des Donaukanals gesammelt werden. Zusätzlich wurden über beide Monate hinweg 23 Stunden an Beobachtungsmaterial notiert.

 

90% der befragten Nutzer*innen schätzen die Fairnesswochen

Nach Abschluss der Fairnesswochen im Mai und September 2025 stand die umfassende Auswertung aller gesammelten Daten im Mittelpunkt. Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Rund 90 % der befragten Nutzer*innen bewerteten die Fairnesswochen als positiven Beitrag für ein besseres Miteinander, und auch die Fairnesszonen wurden von 67 % als wirksames Instrument zur Förderung von Fairness eingeschätzt.

 

Gewünscht: deutlichere Bodenmarkierungen kombiniert mit bewusstseinsbildenden Aktionen

Die qualitativen Rückmeldungen geben darüber hinaus einen differenzierten Einblick in die Wahrnehmung vor Ort. Viele Nutzer*innen wünschen sich eine deutlichere Markierung der Fairnesszonen, kombiniert mit bewusstseinsbildenden Aktionen und einer klar verständlichen Erklärung direkt im Raum, etwa über Beschilderung. Ergänzend wurden auch konkrete Maßnahmen genannt: taktile und bauliche Elemente sowie verkehrsberuhigende Ansätze, die dazu beitragen können, Konflikte am Donaukanal langfristig zu reduzieren und das Miteinander weiter zu stärken.

________________________________________________________________________________________________________________

Auftraggeber: Bezirksvorstehung Alsergrund, Mobilitätsagentur Wien

Leistungszeitraum: 2024 bis 2025

________________________________________________________________________________________________________________

Weiterführende Links

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert