Frühzeitige Kommunikation bei der Flächenwidmung

Große Bauvorhaben lösen oft Widerstand bei der Bevölkerung aus. Um dem vorzubeugen, suchte die STADTpsychologie bei den Projekten Atriumhaus 9 und Campus Sensengasse bereits frühzeitig die Kommunikation mit den Anrainerinnen und Anrainern.


1 Aktive Info Flächenwidmung _ip_psGrößere Bauvorhaben in Städten bergen meist einiges an Konfliktpotential – besonders engagiert treten in der Regel jene Bewohnerinnen und Bewohner auf, die durch konkrete Projekte eine Verschlechterung der eigenen Wohn- und Lebensqualität fürchten.

Die Bauvorhaben Atriumhaus-9 und Campus Sensengasse gaben aufgrund ihrer innerstädtischen Lage ebenfalls Anlass zu einigen Kontroversen. Um über die rechtlich verankerte Möglichkeit von Flächenwidmungsverfahren hinauszugehen, trat die STADTpsychologie in diesem Fall frühzeitig in einen direkten Dialog mit den Betroffenen: Bewohnerinnen und Bewohner des Alsergrundes sollten über die anstehende Flächenwidmung im Zusammenhang mit den Bauvorhaben Atriumhaus 9 und Campus Sensengasse genau und vor allem frühzeitig informiert werden.

Neben der Bezirksvorstehung Alsergrund unterstützten auch die beiden Bauträger sowie die zuständige Magistratsabteilung dieses Pilotprojekt. Die beiden Bauvorhaben stießen jedoch auf unterschiedliche Resonanz: Während sich das Projekt Campus Sensengasse zu einem politischen Dauerbrenner entwickelte und insbesondere bei umweltinteressierten Menschen, die das Grünareal schützen und den Bau verhindern wollten, auf Kritik stieß, konnte beim Atriumhaus 9 eine hohe Zustimmung zum Projekt erreicht werden. Mittlerweile wurden beide Projekte realisiert.

  • Auftraggeber: Bezirksvorstehung Alsergrund, 1090 Wien
  • Kooperationspartner: Bauträger Austria Immobilien (BAI), Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)
  • Leistungszeitraum: 2001–2002

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