Fairness Zone Donaukanal

Ein Mann auf einem Fahrrad im freien spricht mit einem jungen Mann der ein Tablet in der Hand hält

Der Donaukanal ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Wienerinnen und Wiener – trotzdem, oder gerade deswegen, kommt es auch immer wieder zu Konflikten. Die STADTpsychologie wurde beauftragt, mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen das Miteinander am Donaukanal zu fördern.


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Der Wiener Donaukanal ist vor allem im Sommer, ein beliebter Treffpunkt und ein viel genutzter Freiraum. Entspannung und Erholung stehen ebenso an der Tagesordnung, wie Bewegung und Ausgehen. Das Zusammentreffen vieler unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen ist belebend, verläuft jedoch nicht immer ohne Konflikte.

Die  STADTpsychologie wurde von der Donaukanal-Koordination beauftragt, ein umsetzbares Konzept für mehr Fairness am Donaukanal zu erstellen – so entstand die Fairness Zone Donaukanal: Blaue Markierungen wurden an zentralen Orten angebracht, der Donaukanal mit verschiedenen Aktionen für alle Altersgruppen bespielt und der direkte Dialog mit den Nutzerinnen und Nutzern des Donaukanals gesucht. Über die Jahre fanden in den Sommermonaten zahlreiche Fairness Aktionen am Donaukanal statt: Jonglieren und Seifenblasen machen, Umstricken von Bäumen oder Brücken oder Bemalen des Treppelwegs mit Farben, zählten zum breitgefächerten Programm.

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STADTpsychologie waren als DIALOGpartner_in am Donaukanal unterwegs, um für ein faires Miteinander zu sorgen. Ausgestattet mit einem kurzen Fragebogen, wurden Anliegen und Verbesserungsvorschläge aufgenommen und anschließend an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Im Jahr 2013 kannten bereits 90% aller Nutzerinnen und Nutzer des Donaukanals die Fairness Zone. Die von uns befragten Personen empfanden eine Verbesserung der Situation und nahmen einen respektvolleren Umgang wahr. Geblieben sind Konfliktsituationen vor allem zwischen Fußgängern und jenen, die mit dem Rad zu schnell fahren. Diese Konflikte könnten mit baulich-gestalterischen Maßnahmen weiter entschärft werden.

  • Links: Donaukanal – Zielgebiet der Wiener Stadtentwicklung
  • Auftraggeber: Donaukanalkoordination Wien, Mobilitätsagentur Wien GmbH
  • Kooperationspartner: Juvivo, Wiener Jugendzentren, Kinderfreunde, Bassena, Diakonie, Lintschi-Strick, Wild Urb, Radlobby IG Fahrrad, walk-space, Strandbar Herrmann, Summerstage, Badeschiff, MA13, MA22
  • Leistungszeitraum: 2008–2013

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