Fahrgast-Befragung Badner Bahn

Straßenbahn

Die Lokalbahn Wien–Baden „Badner Bahn“ verkehrt derzeit zwischen dem Zentrum von Baden und dem Kärntner Ring nahe der Wiener Staatsoper. Im Zuge einer Optimierung des Wiener ÖV-Netzes wurde überlegt, die Linienführung innerhalb des Wiener Gürtels zu verändern. Um abzuklären, wie die Fahrgäste darüber denken, führte die STADTpsychologie im März 2015 eine Fahrgastbefragung durch.


Badner Bahn_Interview Lisa_ps_ip An stark frequentierten Tagen nutzen rund 12.300 Personen die Badner Bahn. Ein großer Teil der Fahrgäste (79%) steigt werktags im Raum Bahnhof Meidling aus bzw. auf andere Verkehrsmittel um. Für die Studie und die Frage nach der verkürzten Linienführung waren aber insbesondere jene Fahrgäste (21%) relevant, die mit der Badner Bahn Richtung Zentrum weiterfahren. Insgesamt wurden 335 Fahrgäste interviewt.

Die Befragung war mehrheitlich quantitativ, im Sinne einer stadtpsychologisch-qualitativen Vorgehensweise blieb jedoch entsprechend Raum für persönliche Anmerkungen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass neben dem Komfort und der Bequemlichkeit der Garnituren ganz besonders die direkte Verbindung zwischen Wien und den niederösterreichischen Gemeinden geschätzt wird. Viele Fahrgäste kennen die Bahn schon seit Kindheitstagen und verknüpfen durchaus emotionale Erinnerungen damit.

Zudem zeigte sich, dass die Badner Bahn nicht nur als Verkehrsmittel empfunden wird, sondern ihr aufgrund ihrer Geschichte und Tradition eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Darüber waren sich fast alle Befragten einig.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass es schwierig wäre, eine Streckenführung, die sich schon so stark ins Wiener Stadtbild eingeschrieben hat, einfach so zu ändern. Dies wurde auch von den Auftraggebern so gesehen: Die Linienführung der Badner Bahn „von Baden bis zur Oper“ wird bis auf weiteres beibehalten.

  • Auftraggeber: Rosinak und Partner Ziviltechniker GmbH, Schloßgasse 11, 1050 Wien; in Abstimmung mit der Wiener Lokalbahnen AG
  • Leistungszeitraum: 2015

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